Therapiezentrum für Personen psychiatrischen Störungen und Suchtmittelabhängigkeit bzw. -missbrauch
Angebotsnummer: 13073104434
Ziel der Leistung gem. LRV M-V: Das therapeutische Ziel im Therapiezentrum ist es langfristig die Perspektive für eine selbständige Lebensführung zu schaffen. Das kann nachfolgend ein autonomer Lebensstil, eine ambulante Betreuung in einer selbstgewählten Wohnform oder eine gemeinsame Wohngemeinschaft außerhalb des Therapiezentrums sein. Hierzu müssen die Menschen in der Lage sein, abstinent zu leben, das heißt auch kritische Situationen einer typischen Rückfallsymptomatik zu beherrschen. Wichtig ist der Aufbau tragfähiger sozialer Bindungen innerhalb – aber perspektivisch auch außerhalb therapeutischer Angebote. Hilfebedarf als begleitende und therapeutische Hilfen: Sie umfassen a) Hilfe im Bereich Abstinenz/psychische Hilfen: - Feststellung des Hilfebedarfes und Aufstellung eines Hilfeplanes - therapeutische Gespräche in Form von Gruppen- und Einzelgesprächen, - Bewältigung von psychotischen Krisen, - Konfliktbewältigungsstrategien, Frustrationstoleranz, - Erhöhung des Selbstwertgefühls, - Stabilisierung der individuellen Belastbarkeit (Sport und Gymnastik) b) Hilfen im Bereich sozialen Verhaltens: Sie umfassen - Stärkung des Selbstwertgefühls, - Überwindung von Rückzugs- und Absonderungstendenzen, - Hilfe bei Behördengängen, Wohnungssuche, Arbeitsplatzbeschaffung, - Kontaktaufnahme zu Angehörigen, - Förderung des Gesundheitsverhaltens, - Stärkung des Realitätsbewusstseins, - Entwicklung von handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten (Ergotherapie). Hilfe zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben: - Anregung und Begleitung zur aktiven Freizeitgestaltung, - Erlernen von Fertigkeiten zur Hobbyentwicklung, - Kontakte zu Selbsthilfegruppen, - Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen außerhalb der Einrichtungen. III. Art, Inhalt und Umfang der Leistung Das Leistungsangebot umfasst: Hilfen im Bereich der Schaffung von abstinenter Lebensweise und Bewältigung der psychiatrischen Probleme wie: - therapeutische Gespräche in Form von Gruppen- und Einzelgesprächen durch Therapeuten der Einrichtung, Fachärzte und Selbsthilfegruppen. Psychoedukationsgruppen finden 2x wöchentlich, soziales Kompetenztraining findet 1x wöchentlich in der Einrichtung statt und wird durch qualifiziertes Personal des Therapiezentrums durchgeführt. Die fachärztliche Begleitung erfolgt über die Institutsambulanz der Klinik. - Bewältigung von psychotischen Krisen und Krisen, die verbunden sind mit Drogen- bzw. Alkoholindizierten Rückfallgeschehen - Erlernen von Strategien bei Konflikten und bei Frustration und Misserfolgen - Erhöhung des Selbstwertgefühls u.a. durch Betriebspraktika bei regionalen Firmen ergänzen das Angebot in diesem Bereich Festigung der schulischen Kenntnisse/Vorbereitung auf Bildungsabschlüsse z.B. Volkshochschule/ Abendkurse - Vorbereitung auf berufliche Ausbildung u.a. auch unter geschützten Bedingungen - Klienten werden bei der Kontaktaufnahme zu regionalen Firmen unterstützt, um dort stundenweise ein Praktikum (bis zu 2 Stunden täglich, für einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen) in einem Betrieb ihrer Wahl absolvieren zu können. Die Vor- und Nachbereitung, z.B. unterstützende Gespräch, wird durch das Personal der Einrichtung sichergestellt. - Stabilisierung der individuellen körperlichen Belastbarkeit durch - Krankengymnastik - Sport und Bewegungstherapie Die Sport- und Bewegungstherapie findet 2x wöchentlich in der Klinikumshalle statt und wird von einem Sporttherapeuten geleitet Dieses Angebot kann nach Ausschreibung einer Sportverordnung durch den behandelnden Arzt der PIA in Anspruch genommen werden. Die Angebote beinhaltet u.a. Volleyball, Tischtennis, Kraftsport, Basketball. Im THZ finden 1 bis 2x wöchentlich ebenfalls Sportangebote statt. Dieses variiert je nach Jahreszeit und Interessen, umfasst aber beispielsweise Fußball, Joggen, Hanse Dom, Tischtennis und Volleyball. Morgens findet verpflichtend für alle Klienten des THZ Frühsport statt. - Gruppenorientierte Außenaktivitäten, z.B. Ausgänge, Ausflüge und sonstige Freizeitaktivitäten. Hilfen im Bereich des Sozialverhaltens lebenspraktisches Training wie Einkauf, Behördengänge, Wohnraumbeschaffung, Kontakte mit Arbeitgebern etc. - Beschäftigungs- und arbeitstherapeutische Maßnahmen Die tägliche Arbeitstherapie umfasst täglich ca. 2 Stunden in den verschiedenen AT – Bereichen wie: Küche (tägliches Kochen und zubereiten der Mahlzeiten), die Wäscherei (die Hauswäsche wie beispielsweise Tischdecken, Servietten, Geschirrtücher usw. wird gemangelt und gebügelt), der Reinigungsdienst (die Gemeinschaftsräume, die Hausflure und der Außenbereich, die Ergotherapie (dort wird aus Ton Geschirr für die Einrichtung oder für Elterngeschenke hergestellt- außerdem übernimmt die Ergotherapie montags und freitags den Einkauf für die gesamte Klientengruppe). Jeder AT – Bereich wird von einem Betreuer der Einrichtung unterstützt und beaufsichtigt. - Gruppengesprächen und Einzelgespräche zum: Gesundheitsverhalten und Stärkung der Fähigkeit die reale Situation erkennen, einschätzen und nutzen bei therapeutischer Indikation Kontaktaufnahme mit Angehörigen oder Freunden - Ergotherapie zur Entwicklung der handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten Hilfe zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben: über gemeinsame Freizeitaktivitäten, hin zu begleiteten Ausgängen und Ideenfindung für selbständige Unternehmungen (spontan aber auch regelmäßig unter Beachtung der Rückfallprognose) Anregung und Begleitung zur Kontaktanbahnung zu Selbsthilfegruppen, z.B. der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Stralsund, Selbsthilfegruppe für Alkohol und Suchtkranke des Deutschen Roten Kreuz in Stralsund. durch gezielte Anleitung in den therapeutischen Bereichen Grundlage für eigene Hobbys schaffen, sportliche Aktivitäten in Gemeinsamkeit mit der in der Stadt vorhandenen Sportgruppen, um nach der Entlassung eine kontinuierliche Weiterbeschäftigung vorzubereiten Hilfen zur medizinischen Versorgung erfolgen auf Veranlassung der Fachklinik und werden durch die enge Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald am Hanse-Klinikum Stralsund sichergestellt. Die Versorgung mit Gesprächstherapien findet durch den Psychologen des Therapiezentrums statt, der ebenfalls in enger Verbindung mit Institutsambulanz und der Klinik steht Sofern für den potenziellen Personenkreis im Landesrahmenvertrag nach § 79 SGB XII bzw. in dieser Leistungsvereinbarung grundpflegerische Maßnahmen beschrieben werden, sind diese Gegenstand des Eingliederungshilfebegriffs des § 53 SGB XII bzw. im Rahmen der Eingliederungshilfe des § 55 SGB XII zur Deckung der pflegerischen Bedarfe nach § 43a SGB XI zu erbringen. Von dieser Leistungsvereinbarung ausgenommen werden Maßnahmen bei vorrangigen individualrechtlichen Ansprüchen, insbesondere besteht insoweit keine Verpflichtung zur Erbringung von Behandlungspflege im Sinne des § 37 SGB V. Die inhaltliche Gestaltung des Alltags findet in der Gesamtgruppe der Wohneinrichtung statt. In der Wohngruppe erfolgt hauptsächlicheine Beschränkung auf lebenspraktisches Training, wie Versorgung der Wohngruppe (Erstellen von Essenplänen), Einkaufen, Reinigen, Arbeitspläne erstellen usw., immer unter Unterstützung und Anleitung durch das Betreuungspersonal. Dies erzielt, durch das Einüben konstruktiver Auseinandersetzung, den Effekt des sozialen Lernens.
Organisation
Ansprechpartner/in
Frau
Dipl- Pädagogin
Frau Stephanie Bruns
